Fortschritt
für den Landkreis
Osterholz – Die zentralen
Aussagen der CDU-Osterholz
Unsere
Ziele:
-
der
Erhalt und die Schaffung
neuer Arbeitsplätze
sowie wirtschaftliche
Impulse für die Region
-
für
unsere Arbeitnehmer eine
bessere Möglichkeit der
Qualifikation, für eine
bessere Zukunft
-
eine
zukunftsorientierte
Wirtschaftsförderung für
unsere Region aus einer
Hand
-
die
EU-Strukturförderung
(Ziel 1) zielgenau und
effizient ermöglichen
-
die
begonnene
Regionalmarketingstrategie
muss konsequent weiter
vorfolgt werden
-
die
Förderung und
Unterstützung kleiner
und mittlerer Betriebe.
Das besondere Augenmerk
gilt dabei dem Handwerk,
dem Handel, dem
Tourismus, der
Landwirtschaft und
unseren heimischen
Familienbetrieben. Ziel
ist es insbesondere die
mittelständige
Infrastruktur zu
erhalten und weiter
auszubauen
-
Innovationen sind weiter
voranzutreiben wie z. B.
die Breitbandtechnologie
-
ein
Verkehrsangebot im Nah-
und Fernbereich, das
einer mobilen
Gesellschaft gerecht
wird. Wir fordern die
direkte Anbindung der
Gemeinden
Lilienthal, Grasberg,
Worpswede über eine
Hollerlandtrasse an den
BAB-Zubringer in Bremen
Horn-Lehe und den Bau
der Umgehungsstraße
Scharmeckstotel/Ritterhude
mit direkter Anbindung
zur A 27
-
eine
helfende, freundliche
und bewegliche, in allen
Fällen aber
bürgerfreundliche und
leistungsfähige
Verwaltung
-
eine den
Bedürfnissen der
Menschen angepasste
Sozialversorgung und ein
leistungsfähiges
Gesundheitswesen im
Landkreis Osterholz
-
Sicherung
der Qualität der
Bildungs- und
Lernangebote
-
Kinderbetreuungsangebote
sind zeitgerecht weiter
auszugestalten
-
freie
Schulwahl, d.h.
Schulvielfalt statt
Einheitsschulen,
verbunden mit einem
sicheren
Schülertransport
-
ein sich
dem ständigen Wandel
anpassendes Sport- und
Freizeitangebot
-
die
Kultur braucht und
verdient kommunale
Förderung und Vertrauen.
Sie ist auch eine
ökonomische und soziale
Investition. Kultur ist
Standortfaktor und dient
daher auch der
wirtschaftlichen
Attraktivität des
Landkreises Osterholz
-
eine
zeitgemäße,
kostengünstige und
umweltbewusste
Abfallentsorgung.

II.
Verkehrs- und
Wirtschaftspolitik im
Landkreis Osterholz
Markenzeichen
„Landkreis
Osterholz“
Wir spüren
heute den verstärkten
Wettbewerb in Europa auf
allen Märkten. Als
stärkste Wirtschaftsmacht
in Europa ergeben sich für
uns Deutsche daraus große
Chancen, wenn wir zu Hause
unsere Schulaufgaben
machen.
Der
Landkreis Osterholz in der
„Metropolregion Bremen
/Oldenburg im Nordwesten“
nutzt seine Chancen im
Europa der Regionen. Als
Nachbar zum Bundesland
Bremen nutzen wir unser
gemeinsames Interesse an
einer starken Stadt – Land
- Beziehung zum weiteren
Ausbau unserer
Wirtschaftskraft.
Wissenschaft, Forschung
und Entwicklung bieten
Potenziale in der
Metropolregion, die auch
auf den Landkreis
Osterholz abstrahlen-
nutzen wir diese.
Der
„Landkreis Osterholz“
muss ein Markenzeichen für
Innovation und Solidität
werden.
Verkehr:
Im Rahmen
einer zukunftsorientierten
Wirtschaftspolitik ist es
die Aufgabe des
Landkreises Osterholz, für
die Planung und
Realisierung der
Ausbaumaßnahmen für die
öffentliche Infrastruktur
zu sorgen.
1.
Der Bau der Ortsumgehung
Scharmbeckstotel/Ritterhude
als B 74 zur A 27 muss
mit großem Engagement
vorangetrieben werden.
Sie ist wichtig für die
überregionale
Verkehrsanbindung des
Osterholzer Landes und
fördert die
Attraktivität unseres
Wirtschaftsraumes.
2.
Die verkehrliche
Anbindungen der
Gemeinden Grasberg,
Lilienthal und Worpswede
an das Bremer
Straßennetz und damit an
den Autobahnzubringer
Horn-Lehe sind für die
Attraktivität der
einzelnen
Wirtschaftsstandorte im
Landkreis Osterholz
von großer Bedeutung
und müssen auch
weiterhin bei den
Planungen des Landes
Niedersachsen die erste
Priorität haben.
3.
Ein moderneres
Nahverkehrsnetz ist ein
wesentlicher Bestandteil
einer modernen
kommunalen
Infrastruktur. Ein
leistungsfähiger ÖPNV
mit Bus und Bahn bietet
ein attraktives Angebot
für die Menschen im
Landkreis und damit im
Umland des Oberzentrums
Bremen. Wir setzen uns
weiterhin für die
Durchfahrt der Buslinien
630 und 670 aus Grasberg
und Worpswede direkt bis
zum Oberzentrum ein.
Die funktionelle
Verknüpfung von Fern-
und Nahverkehrsnetz ist
für die
fremdenverkehrliche und
gewerbliche Erschließung
unseres Landkreises von
entscheidender
Bedeutung.
4.
Alle Straßen im
Kreisgebiet, ob Bundes-,
Landes-, Kreis- oder
Gemeindestraßen,
sindstets in einem
einwandfreien und
verkehrssicheren Zustand
zu halten. Die CDU wird
dafür sorgen, dass für
den Straßenbau, die
Erneuerung,
Instandhaltung und
notwendige Erweiterung
des Straßennetzes im
Landkreis Osterholz
zukünftig ausreichende
finanzielle Mittel zur
Verfügung stehen.
5.
Das Radwegenetz im
Landkreis Osterholz ist
weiter nach der
vorliegenden
Prioritätenliste
auszubauen und zu
sanieren.
Wirtschaft:
Politik, gerade auch
Kommunalpolitik, schafft
Arbeitsplätze und die
Voraussetzungen, damit
Unternehmer etwas
unternehmen können.
Auf
Initiative und unter
Federführung der CDU ist
im Landkreis Osterholz in
den letzten 5 Jahren die
Wirtschaftsförderung und
der Ausbau der
Tourismusstrukturen
vorangetrieben worden. Wir
fordern die Gründung einer
Wirtschaftsförderungs- und
Tourismus
GmbH.
In dieser GmbH sollen
neben dem Kreis die Stadt
Osterholz, die Gemeinden
sowie die Wirtschaft
(Banken etc.) eingebunden
werden. Die
Wirtschaftsförderungs- und
Tourismusgesellschaft
könnte so umstrukturiert
noch schlagkräftiger die
Förderung und
Bestandssicherung der
heimischen Betriebe und
seiner Arbeitsplätze
vorantreiben.
Wir müssen unseren
Landkreis zu einer
attraktiven Freizeitregion
im Tages- bzw.
Ferientourismus
entwickeln. Die CDU tritt
dafür ein, dass der
Fremdenverkehr in unserer
Region weiterentwickelt
wird. Die Einzigartigkeit
unserer Landschaft und die
vielfältigen
künstlerischen und
kulturellen Aktivitäten in
unserem gesamten
Kreisgebiet und im
besonderen in Worpswede
sind die besten
Voraussetzungen, um auch
weiter national und
international große
Beachtung zu finden und
dem Landkreis Osterholz
zukünftig eine erhebliche
publizistische Beachtung
zu verschaffen.. Daraus
müssen für den Landkreis
Osterholz positive
Entwicklungen für die
Fremdenverkehrswirtschaft
abgeleitet werden: Eine
bessere Erschließung der
Naherholungsgebiete,
verstärkte Werbung für den
Naherholungsraum
„Landkreis Osterholz“
sowie insgesamt die
Verbesserung der
Rahmenbedingungen für den
Wirtschaftsfaktor
Fremdenverkehr.
Dazu gehört auch die
Einrichtung eines
GR-Gebietes im Landkreis
Osterholz, welches ein
weiterer attraktiver
Bestandteil unserer
Kulturlandschaft sein
wird. Die „sanfte
Vermarktung“ dieses
Gebietes muss die
Fremdenverkehrswirtschaft
im Landkreis Osterholz
weiter voranbringen.
Mit der
vollzogenen Eingliederung
der Touristikagentur
Osterholz in die
Wirtschaftsförderung
sollen die Aktivitäten des
„Wirtschaftsbereiches
Touristik“ noch stärker in
der Region unterstützt
werden.
Darüber
hinaus muss es zukünftig
verstärkt Aufgabe einer
effizienten
Wirtschaftsförderung sein,
Möglichkeiten der
EU-Strukturfondsförderung
(wie z. B. Ziel 1)
zu erkennen und diese
Möglichkeiten vermehrt zu
nutzen.
Landwirtschaft und
Lebensmittelindustrie
prägen weiterhin in
erheblichem Umfang die
Wirtschaftskraft im
Osterholzer Land. Gesunde
Lebensmittel, artgerecht
erzeugt und umweltgerecht
produziert, entsprechen
den Verbraucherwünschen
und dienen dem Boden- und
Gewässerschutz sowie der
Erhaltung der
Artenvielfalt. Darüber
hinaus ist die Erhaltung
und Entwicklung der
Kulturlandschaft
gewährleistet, die
Grundlage für die
Erholungsfunktion unserer
Landschaft.
-"Ferien auf dem
Bauernhof", -Hofcafes und
"Direktvermarktung" bilden
schon heute
wichtige Einkommensquellen
für unsere Familien im
ländlichen Raum.
Gesunde
Lebensmittel aus dem
„Osterholzer Land“ müssen
zu einem Markenzeichen in
unseren Verbrauchermärkten
und darüber hinaus
vermarktet werden. Hier
haben Berufs- und
Wirtschaftsverbände
zusammen mit dem Landkreis
Osterholz die
Aufgabe, die
Marktaktivitäten zu
koordinieren und zu
organisieren. Die
begonnene
Regionalmarketing-strategie
ist konsequent weiter zu
verfolgen.
III.
Arbeitsmarkt- und
Beschäftigungspolitik
Für eine
Integrierte Wirtschafts-
und
Beschäftigungsförderung
Die CDU hat
sich in den letzten Jahren
auf Kreisebene für eine
aktive Wirtschafts- und
Beschäftigungsförderung
eingesetzt. Arbeitsplätze
können nur entstehen, wenn
es den Unternehmen im
Landkreis wirtschaftlich
gut geht. Ziel muss es
deshalb sein, die
Unternehmen so zu beraten
und zu unterstützen, dass
auch langfristig sichere
und zukunftsfähige
Arbeitsplätze entstehen
können. Die CDU setzt sich
weiter für eine aktive
Förderung Existenzgründern
ein und unterstützt
nachhaltig eine Politik,
die eine Offensive für
mehr Beschäftigung und für
weitere Arbeitsplätze
bedeutet.
Die CDU
wird sich auf Kreisebene
dafür einsetzen, dass die
Bemühungen zur Ansiedlung
neuer Betriebe noch
verstärkt werden.
Gleichzeitig sollte die
Bestandspflege der bereits
ansässigen Betriebe weiter
ausgebaut werden. In
diesem Sinne spricht sich
die CDU für eine
Fortführung und
Ausbau der Angebote für
Qualifizierung von
Mitarbeitern und
Führungskräften in
Betrieben sowie der
Angebote zur
Personalentwicklung aus.
Hier sollten insbesondere
die Angebote des
Europäischen Sozialfonds
weiter gezielt genutzt
werden.
In den
kommenden Jahren müssen
weitere Anstrengungen
erfolgen, die der
wachsenden Bevölkerung im
Landkreis Osterholz
weitere Arbeitsplätze
schaffen. Es ist ein
Hauptanliegen der CDU,
eine Politik zu gestalten,
die die Rahmenbedingungen
für die Schaffung von
Arbeitsplätzen auf allen
Ebenen, von der Kommune
bis zum Bund, weiter
verbessern.
Arbeitsmarktpolitik ist
eine Aufgabe der
Bundesregierung. Im Rahmen
der Option zum SGB III
haben Kommunen, wie der
Landkreis Osterholz,
innerhalb des Systems eine
wichtige Rolle übernommen.
Die CDU hat sich auf
Bundes, aber auch auf
Kreisebene dafür
eingesetzt, dass die
Betreuung von
Langzeitarbeitslosen im
Rahmen des
Arbeitslosengeldes II
durch die kommunale Ebene
erledigt werden kann.
Bereits
seit vielen Jahren hat
sich die CDU auf
Kreisebene für diesen
Arbeitsansatz stark
gemacht und letztlich die
Initiative ProArbeit mit
gegründet. Der Erfolg der
ProArbeit gibt uns Recht.
Seit ihrem Bestehen wurden
inzwischen weit mehr
als 1000 Menschen in
Arbeit vermittelt.
Gleichzeitig wurden viele
Menschen für eine Arbeit
auf dem 1. Arbeitsmarkt
qualifiziert.
Von Anfang
an hat die CDU sich dafür
eingesetzt, dass auf der
einen Seite eine
Vermittlung in Arbeit
stattfinden kann, auf der
anderen hat die Initiative
ProArbeit immer auch
geheißen, dem Missbrauch
staatlicher Leistungen
entgegen zu wirken. Dies
sind zwei Seiten einer
Medaille. Beide
Zielsetzungen bilden auch
weiter die Grundlage der
CDU-Politik, auch auf
Kreisebene.
Die CDU
wird sich deshalb weiter
für eine aktive
Wirtschafts- und
Beschäftigungsförderung
einsetzen, befürwortet
insofern auch die
Verstetigung der Betreuung
der
Arbeitslosengeld-II-Empfänger
durch die kommunale Ebene
und wird sich auf allen
Ebenen auch weiter gegen
den Missbrauch von
staatlichen Leistungen
aussprechen.
Gleichzeitig spricht sich
die CDU dafür aus, dass
die Problemgruppen in der
Arbeitsförderung nicht
ausgegrenzt werden. Dabei
spielt die Ausweisung und
Nutzung von
Beschäftigungsgelegenheiten
genauso eine Rolle wie die
Ausnutzung aller
Möglichkeiten im Bereich
von Qualifizierung,
Beratung und Prävention.
Bei den
sozialen Problemgruppen
ist neben der Ermöglichung
oder Erleichterung des
Zugangs zu Ausbildungs-
und Arbeitsplätzen eine
allgemeine Hebung des
Qualifikationsniveaus von
besonderer Bedeutung, um
möglichst eine dauerhafte
Integration bzw.
Reintegration zu
erreichen. Dabei ist es
von besonderer Bedeutung,
dass sich die zu
vermittelnden
Qualifikationen an realen
Bedürfnissen der Betriebe
orientieren.
Besonders
den jungen Menschen muss
der Zugang zum
Ausbildungs- und
Arbeitsmarkt frühzeitig
ermöglicht werden. Bereits
bestehenden
Benachteiligungen sollte
so früh wie möglich
entgegen gearbeitet
werden.
Die
Zusammenarbeit der
ProArbeit als kommunale
Anstalt öffentlichen
Rechts, den örtlichen
Sozialhilfeträgern sowie
der Bundesagentur für
Arbeit ist weiter zu
verbessern. Aktivitäten
müssen in der Zukunft auf
Basis verlässlicher
Finanzierungsregelungen
noch besser miteinander
verzahnt werden.
Die
Eingliederungsbereitschaft
der Arbeitgeber sollte
auch dadurch angeregt
werden, dass sie während
der Eingliederungszeit
nicht nur Zuschüsse
erhalten können, sondern
auch von jeglichem
Kündigungsrisiko sowie der
Lohnfortzahlung bei
Krankheit und anderen
Zeiten ohne Arbeit,
entlastet werden.
Hierdurch könnte gezielt
eine Einstiegshürde für
Langzeitarbeitslose
überwunden werden.

IV.
Finanzen
Die Senkung
des Haushaltsdefizits,
Eigenverantwortlichkeit
der Mitarbeiter und die
Erstellung eines
Haushaltssanierungskonzeptes
(Kontrakt 2000) sind
Erfolge der CDU-Politik in
der Wahlperiode 1996-2001.
Die in den Jahren 95-98
aufgelaufenen
Sollfehlbeträge von über
11 Mio. konnten bis 2001
abgebaut werden.
Maßgeblich dafür wirkten
sich die
Personalreduzierungen von
52 ½ Stellen über
den Kontrakt 2000
aus.
Mit dem
Kontrakt 2006 konnten
weitere 10 Stellen
abgebaut werden. Trotzdem
ist seit 2003 der
Haushaltsausgleich nicht
mehr erreichbar.
Mittlerweile haben sich
Haushaltsfehlbeträge von
über 21 Mio. angesammelt.
Die CDU im
Landkreis Osterholz wird
auch in den kommenden
Jahren den Kurs einer
soliden Finanzpolitik
fortsetzen, um damit die
Grundlage für eine
erfolgreiche Politik des
Landkreises Osterholz zum
Wohle seiner Bürgerinnen
und Bürger zu schaffen.
- Wir
fordern den Kontrakt 2011
mit dem Ziel, die Ausgaben
den Einnahmen entsprechend
zu
ordnen!
-
Die
politische
Handlungsfähigkeit
muss für die nächsten
Jahre und Jahrzehnte
sichergestellt
werden.
-
Das
gilt vor allem in der
Verantwortung vor den
jüngeren Generationen
und denen, die nach
uns kommen.
-
Durch
Prävention die
Ausgabenexplosion bei
den Stationären Kosten
der Jugendhilfe
stoppen.
-
Bessere Nutzung der
ehrenamtlichen
Möglichkeiten…Vormundschaften,
Betreuer…
-
Investive Aufgaben
müssen gegenüber
konsumtiven Ausgaben
Vorrang haben.
Die
kommunalen Haushalte sind
nur dann zu konsolidieren,
wenn es Bund und Land
gelingt, die Hauptursachen
der kommunalen Not
konsequent zu bekämpfen.
Deshalb fordern wir:
-
eine
umfassende Reform des
Gemeindesteuersystems,
-
vorrangige Nutzung
günstiger Heime, um
die immens gestiegenen
Kosten in der Sozial-
und Jugendhilfe zu
bremsen. Das Wunsch-
und Wahlrecht darf
nicht zu höheren
Kosten führen.
-
Gesetzesänderungen zur
Entlastung der
Kommunen sind auf den
Weg zu bringen.
-
Anpassungen im SGB
VIII zur
Überprüfung der
kostenintensiven
Regelungsbereichen
-
Trotz
der dramatischen
Finanzsituation muss
die
Haushaltskonsolidierung
weiterhin Priorität
haben!

V.
Schule und Bildung
Bildungsangebote in
Kindergärten, in unseren
Schulen sowie in allen
Erwachsenenbildungseinrichtungen
sind zentrale
Standortfaktoren unseres
ländlichen Raumes. Dabei
können wir neben einem
funktionsfähigen
Schulsystem – auch in der
Berufsausbildung – auf gut
ausgebaute Angebote an
Kindertageseinrichtungen
und im Bereich der
Erwachsenenbildung
zurückgreifen. Dieses
System gilt es auszubauen
und zu verbessern. Einer
ausreichenden
Unterrichtsversorgung
kommt höchste Priorität
zu.
Die
niederschmetternden
Ergebnisse der
Pisa-Studien, die den
deutschen Schülern im
europäischen
Bildungs-Vergleich
lediglich einen hinteren
Mittelplatz attestieren,
verdeutlichen die
Notwendigkeit schneller
Fortschritte in der
Bildungspolitik. Wir
unterstützen unsere
Abgeordneten auf Bundes-
und Landesebene bei ihren
Bemühungen, das
Bildungs- und
Ausbildungsniveau an den
Schulen zu erhöhen.
Nur durch
eine Investition in
Kindergärten, Schulen und
die Fort- und
Weiterbildung bleibt unser
Landkreis Osterholz ein
attraktiver Standort – für
Familien und Unternehmen.
Die CDU im
Landkreis Osterholz
unterstützt die Schulen
bei ihren Anstrengungen,
Gewalt und Drogenkonsum zu
unterbinden ebenso wie auf
ihrem Weg zur
Eigenverantwortlichkeit.
Kindergarten / Spielkreise
Mit der
Geburt eines Kindes
beginnt auch seine
lebenslang andauernde
Bildung. Die ersten drei
Lebensjahre eines Menschen
sind die entscheidenden
Jahre für seine
Entwicklung. Während
dieser Zeit sind die
Kreativität, die
Aufnahmefähigkeit und die
Lernfähigkeit besonders
ausgeprägt. Frühkindliche
Bildung muss bereits im
Kindergarten ansetzen. Wir
begrüßen es daher, dass
die Landesregierung den
Bildungsauftrag für diese
Einrichtungen präzisiert
hat. Die CDU will die
Kindertageseinrichtungen
darin unterstützten, den
Bildungsauftrag auszubauen
und die Zusammenarbeit
zwischen den
Kindertageseinrichtungen
und den Grundschulen zu
verbessern.
Die
Familien in unserem
Landkreis Osterholz sollen
Familie und Beruf
vereinbaren können,
deshalb fördern wir den
Ausbau der Angebote an
Krippen, Kindergärten,
Tagesmütterinitiativen
Horten und
Ganztagsschulen.
Sprachförderung
Die von der
Landesregierung
eingeführte einjährige
Sprachförderung vor der
Einschulung ist ein
wichtiger Meilenstein auf
dem Wege zur
Schulfähigkeit. Diese
Förderung dient sowohl den
Kindern, die daran
teilnehmen, als auch
späteren Lehrkräften und
Mitschülern sowie den
Eltern der betroffenen
Kinder.
Grundschule
Die CDU im
Landkreis Osterholz
bekennt sich zu „kurze
Beine = kurze Wege“. Die
Grundschule gehört ins
Dorf, denn „Stimmt die
Schule – stimmt das Dorf“.
Die überschaubare
Grundschule gibt den
kleinen Kindern einen
menschlichen Rahmen. Sie
ist Lernort und sozialer
Bezugspunkt zugleich –
aber auch Mittelpunkt des
Stadt- bzw. Ortsteiles
oder des Dorfes.
Hauptschule
Die
Hauptschule als Schulform
der Praktiker ist weiter
zu stärken. Mit
Abschaffung der
Orientierungsstufe genießt
die Hauptschule jetzt
einen mindestens
fünfjährigen Bildungsgang.
Dadurch ist eine
langfristige, durchgängige
und erfolgreiche Förderung
der Schülerinnen und
Schüler möglich.
Hauptschüler sollen eine
erstklassige Basis für die
spätere Berufsausbildung
erhalten. Dazu gehört auch
das
Hauptschulprofilierungsprogramm:
Sozialpädagoginnen und
Sozialpädagogen sind
Bestandteil des
Unterrichts und ergänzen
so die Arbeit der
Lehrkräfte.
Wir
begrüßen die Erhöhung der
Wochenstunden für Deutsch
und Mathematik um so eine
noch bessere Grundlage für
die Berufsausbildung zu
schaffen. Ebenso sind die
Praxistage in der
Hauptschule zu begrüßen.
Ab der 8. Klasse werden in
einem Betriebstag pro
Woche die Kenntnisse und
Fertigkeiten für die
Berufsausbildung
vermittelt und eine enge,
verpflichtende
Zusammenarbeit zwischen
Schulen und Wirtschaft
ermöglicht.
Realschule
Die
Realschule vermittelt
ihren Schülerinnen und
Schülern eine erweiterte
Allgemeinbildung, die sich
an lebensnahen
Sachverhalten ausrichtet
sowie zu deren vertieftem
Verständnis und zu deren
Zusammenschau führt. Die
CDU im Landkreis Osterholz
unterstützt den
bedarfsgerechten Ausbau
der Realschulen und tritt
für eine optimale
räumliche und sächliche
Ausstattung ein.
Gymnasium
Die
Gymnasien im Landkreis
Osterholz bieten durch
eine breite und vertiefte
Allgemeinbildung eine
fundierte Grundlage für
den Erwerb der allgemeinen
Studierfähigkeit. Es
stärkt selbstständiges
Lernen und
wissenschaftliches
Arbeiten. Entsprechend
ihrer Leistungsfähigkeit
und ihren Neigungen
ermöglicht das Gymnasium
seinen Schülerinnen und
Schülern eine individuelle
Schwerpunktbildung und
befähigt sie, nach Maßgabe
der Abschlüsse ihren
Bildungsweg an einer
Hochschule, aber auch
berufsbezogen
fortzusetzen.
Der
erfolgreiche Besuch des
10. Schuljahrgangs
berechtigt zum Eintritt in
die Qualifikationsphase
der gymnasialen Oberstufe.
Die gymnasiale Oberstufe
umfasst die Schuljahrgänge
10 bis 12. Sie gliedert
sich in eine einjährige
Einführungsphase und eine
zweijährige
Qualifikationsphase, sie
endet mit der
Abiturprüfung nach zwölf
Schuljahren. Der
Unterricht in der
Einführungsphase wird
klassenverbandsbezogen, in
der Qualifikationsphase
kursbezogen durchgeführt.
Die allgemeine
Hochschulreife berechtigt
zur Aufnahme eines jeden
Studiengangs an einer
Hochschule, unbeschadet
ggf. zusätzlicher
hochschuleigener
Zulassungsverfahren.
Ganztagsschule
Die
Erziehung der Kinder hat
grundsätzlich im
Elternhaus stattzufinden.
Wissens-,
Charakterbildung,
Erziehung und
Wertevermittlung kann am
besten in der Familie
vermittelt werden.
Ganztagsschulen können
daher die Eltern
unterstützen, niemals aber
ersetzen. Die
Ganztagsschulen im
Landkreis Osterholz bieten
Schülerinnen und Schülern
ein ganztägiges Angebot an
drei Nachmittagen
der Woche. Damit werden
die Hauptschule
und die Realschule
in ihrer Arbeit ergänzt
und den Eltern eine
bessere Vereinbarung von
Familie und Beruf
ermöglicht.
Berufsbildende Schulen
(BBS)
Die
Berufsausbildung im
Landkreis Osterholz
erfolgt überwiegend im
Dualen System. Dieser
Begriff bedeutet
Ausbildung in einem
Betrieb der Wirtschaft, in
der Verwaltung oder in
Praxen eines freien Berufs
einerseits und in der
Berufsschule andererseits,
also an zwei Lernorten: im
Betrieb und in der
Berufsschule. Die
Berufsschule gliedert sich
in die Grundstufe und die
Fachstufen. Sie wird
sowohl in Teilzeit- als
auch in Vollzeitform
geführt. In Teilzeitform
begleitet sie ein- bis
zweimal wöchentlich die
betriebliche Ausbildung.
In Vollzeitform übernimmt
sie in der Grundstufe die
Vermittlung der
beruflichen Grundbildung,
d.h. die Vermittlung von
Grundkenntnissen und
-fertigkeiten, die sich
auf ein Berufsfeld
beziehen. Die Grundstufe
der Berufsschule wird als
schulisches oder
kooperatives
Berufsgrundbildungsjahr
oder in Form von
Teilzeitunterricht oder
von Vollzeitunterricht in
zusammenhängenden
Teilabschnitten
(Blockunterricht) geführt.
Eine breite
Palette an berufsbildenden
Schulen im Landkreis
Osterholz bietet jungen
Menschen ein umfangreiches
Angebot der beruflichen
Bildung:
Berufsvorbereitung oder –grundbildung,
Berufsschule,
Berufsfachschule,
Fachschule,
Fachoberschule,
Fachgymnasium. In der BBS
erhalten junge Menschen
eine fundierte Ausbildung
und Weiterbildung bis hin
zur Qualifikation zum
Besuch der Meisterschule
und bzw. der Aufnahme
eines Studiums.
Förderschulen
Sonderpädagogische
Förderung findet im
Landkreis Osterholz in
Förderschulen und in allen
anderen allgemein
bildenden Schulen statt.
Grundlage für
sonderpädagogische
Förderung ist das
Vorliegen eines
individuellen
sonderpädagogischen
Förderbedarfs.
Sonderpädagogischer
Förderbedarf wird bei den
Kindern und Jugendlichen
angenommen, die in ihren
Bildungs-, Entwicklungs-
und Lernmöglichkeiten so
beeinträchtigt sind, dass
sie im Unterricht der
allgemeinen Schule ohne
sonderpädagogische
Unterstützung nicht
hinreichend gefördert
werden können. Dabei
können auch therapeutische
und soziale Hilfen
weiterer außerschulischer
Maßnahmeträger notwendig
sein.
Auch in
unserem Landkreis gibt es
zunehmend mehr
Schülerinnen und Schüler
mit Auffälligkeiten im
emotional-sozialem Bereich
(Verhaltensauffälligkeiten).
Eine adäquate Beschulung
kann vor Ort nicht
erfolgen, da es keine
Schulen für
Erziehungshilfe im
Landkreis gibt.
Die CDU im
Landkreis Osterholz tritt
für die Schaffung eines
Förderzentrums für den
Förderschwerpunkt
emotional-soziale
Entwicklung (Zentrum für
Erziehungshilfe) ein, die
an die bestehende
Förderschule mit dem
Schwerpunkt Lernen
angegliedert werden kann.

VI.
Gesundheits- und
Sozialpolitik
Krankenhäuser
Die CDU im
Landkreis Osterholz hat in
den vergangenen Jahren der
Gesundheitspolitik und der
Entwicklung des
Kreiskrankenhauses in
Osterholz und des
Martinskrankenhaus in
Lilienthal einen
hohen Stellenwert
eingeräumt.
Das
Kreiskrankenhaus steht
dabei als Eigenbetrieb des
Landkreises Osterholz in
unmittelbarer
Zuständigkeit des
Kreistages.
Auch
zukünftig werden wir das
Ziel, mit modernen
Organisationsstrukturen
und unternehmerischen
Handeln den Rahmen für ein
gutes medizinisches
Leistungsangebot zu
schaffen, konsequent
weiter verfolgen.
Erklärtes
Ziel der CDU ist es,
weiter mit qualifizierten
Ärzten und motivierten
Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern zusammen zu
arbeiten sowie der
Verwaltung die notwendigen
Gelder zur Verfügung zu
stellen, um eine
technische Ausstattung des
Kreiskrankenhauses zu
garantieren, die den
Anforderungen für eine
moderne medizinische
Betreuung unserer Bürger
gerecht wird.
Wir werden
die Entwicklung des
Kreiskrankenhauses auf dem
Weg zu einem modernem
Dienstleistungszentrum
weiter fördern und uns
künftig verstärkt dem
Wettbewerb und den
Herausforderungen der
Gesundheitspolitik
stellen.
Eine
intensive Zusammenarbeit
beider Krankenhäuser , in
Osterholz-Scharmbeck und
Lilienthal, im Sinne einer
hochwertigen medizinischen
Dienstleistung und einer
wohnortnahen Versorgung
der Bürgerinnen und Bürger
ist die klare Zielsetzung
unserer CDU Politik im
Landkreis
Osterholz.
Dazu sollte
auch der
Informationsaustausch
zwischen Arztpraxen und
Kliniken beitragen, der
durch eine noch engere
Vernetzung erzielt werden
könnte.
Medizinische Versorgung
und ärztlicher
Notdienst/Rettungsdienst
Die CDU im
Landkreis Osterholz setzt
sich für den Erhalt und
die kontinuierliche
Qualitätssicherung der
ärztlichen/fachärztlichen
Notdienste/Rettungsdienste
ein.
Behinderte
Menschen
Ein
vorurteilsfreies
Miteinander von
behinderten und
nicht-behinderten
Menschen, ist ein
wichtiger Bestandteil
unserer
Gesellschaftspolitik.
Die
Eingliederung hat
grundsätzlich Vorrang vor
der „Hilfe zur Pflege“, um
die Möglichkeiten der
Integration zu fördern.
Die CDU wird auch
weiterhin „Betreutes
Wohnen“ – wie von
verschiedensten
Einrichtungen auf
Kreisebene praktiziert -
unterstützen.
Kindergärten
Der durch
die Politik der CDU
initiierte Rechtsanspruch
auf einen
Kindergartenplatz ist im
Landkreis Osterholz
weitestgehend umgesetzt.
Die CDU im
Landkreis Osterholz tritt
für verlässliche
Öffnungszeiten in den
Kindergärten ein. Neben
einer Kernzeit sind
bedarfsgerechte ganztätige
Betreuungsangebote
anzustreben. Der Ausbau
von Kindertagesstätten in
kirchlicher, freier oder
gemeinnütziger
Trägerschaft wird von der
CDU unterstützt.
Sozialhilfe
Der
aktuelle Sozialhaushalt
wird geprägt durch die
Leistungen „Hartz IV“
infolge der
Zusammenführung von
Arbeitslosenhilfe und
Sozialhilfe zur
„Grundsicherung für
Arbeitssuchende“.
Die CDU des
Landkreises Osterholz hat
die Option auf die
alleinige Betreuung aller
erwerbsfähigen und
hilfebedürftigen
Arbeitssuchenden
nachdrücklich unterstützt
und begrüßt sehr , dass
der Landkreis Osterholz
als eine von 69 Kommunen
bundesweit mit dieser
Aufgabe befasst worden
ist.
Bei den
originären Aufgaben
wie den Kosten der
Unterkunft und Heizung
beträgt der Bundeszuschuss
29,1%.
Dieser
Anteil darf nach
Auffassung der CDU des
Landkreises nicht nach
unten verändert werden, da
die Kommunen ansonsten
keinerlei (angekündigte)
Entlastung erfahren,
sondern im Gegenteil noch
belastet werden.
Wir
begrüßen, dass die
CDU-Landesregierung sofort
bereit war, die
eingesparten
Wohngeldmittel an den
Landkreis weiterzuleiten (
1,018 Mio. ).
Bei den
Optionsaufgaben trägt
der Bund die Leistungen
zur Eingliederung und die
Zahlungen des
Arbeitslosengeldes(ALG)
II. Das Budget der
Eingliederungsleistungen
und der Sach- und
Personalkosten wird zur
gegenseitigen
Verwendbarkeit zur
Verfügung gestellt. Die
CDU des Landkreises wird
darauf achten, dass auf
keinen Fall Mittel der
erforderlichen
Arbeitsmarktförderung für
einen zusätzlichen
Personaleinsatz verwendet
werden.
Die CDU
begrüßt die neue Regelung,
dass unter 25 Jährige
nicht einfach eine neue
Bedarfsgemeinschaft mit
eigenem Haushalt bilden
können; auch wenn die
Auswirkung bisher noch
nicht abgeschätzt werden
kann.
Leistungen
örtlicher und
überörtlicher Träger
-
Örtlicher
Träger: Sozialhilfe (SGBXII)
, Hilfe zur Pflege
(stationär und
ambulant)
-
Überörtl.
Träger :
Eingliederungshilfe
(behinderte Menschen)
Das Land
als überörtlicher Träger
ist mit einer Quote von
75% an diesen
Sozialleistungen
beteiligt. Wir begrüßen
dieses faire Miteinander.
Asylbewerberproblematik
Die alte
Bezirksregierung hat noch
unter der
SPD-Landesregierung die
Zuordnung der
Asylbewerberleistungen der
Jahre 1996 und folgende
auf die Rechtmäßigkeit hin
untersuchen lassen und den
Landkreis zu mehreren
Millionen € Rückzahlungen
verpflichtet. Wir, die CDU
Kreistagsfraktion
kritisieren dieses
Vorgehen, weil damals in
1996 Vorschriften für die
Asylbewerber erlassen
wurden, die viele von
ihnen plötzlich zu
Bleiberechtigten u. ä.
machten. Diese vielfach
unverständlichen
Vorschriften überforderten
die eigentlich
qualifizierten
Sachbearbeiter der
Gemeinden und des
Landkreises.
Die Zahl
der Asylbewerber ging
deshalb plötzlich in 1996
von 942 auf 698 zurück.
Der Landkreis Osterholz
hat immer noch mit diesen
Rückzahlungen zu kämpfen.
Die CDU
Kreistagsfraktion setzt
sich darüber hinaus dafür
ein, den Asylbewerbern nur
das zu zahlen, was nach
dem Recht erforderlich
ist, um die Kosten in den
Griff zu bekommen.
Der
Zuschuss in 2006 wird bei
277.000 € liegen.
Unterhaltvorschussgeld
(UVG)
Die CDU
setzt sich dafür ein,
alles zu unternehmen, um
eine Rückholquote von 30%
zu erreichen und mit den
Erstattungen des Landes
auszukommen.
Wir
bestätigen, dass der
Landkreis auf einem guten
Weg ist, seine Quote zu
verbessern. Nachteilig
sind dabei die nicht sehr
gute Wirtschaftslage und
die erhöhten Selbstbehalte
bei den
Unterhaltsschuldnern. Die
erhöhten Selbstbehalte wir
kritisch.
-
Für den
sozialen Bereich geben
wir im Landkreis fast
50% des
Verwaltungshaushaltes
aus.
-
Die CDU
stellt sich dieser
Aufgabe zur sozialen
Sicherung von
Familien, Kindern und
in Not
-
geratener Menschen und
hält
Pauschalverurteilungen
nicht für geeignet,
deren Lage
-
zu
verbessern.
Die
Sozialhilfe soll Menschen
in einer vorübergehenden
Notlage finanziell und
materiell helfen. Das Ziel
muss dabei die dauerhafte
Wiedereingliederung in den
Arbeitsmarkt sein.
Es ist
besser, Arbeit zu
finanzieren als
Sozialhilfe zu leisten.
Es ist das
Anliegen
christlich-demokratischer
Kommunalpolitik, die
Selbsthilfe durch
Bürgerinitiativen,
Bürgerbeteiligung,
Selbstverwaltung und
Engagement im Ehrenamt zu
fördern. Die praktizierte
Subsidiarität ist Ausdruck
politischer Mündigkeit und
zugleich die notwendige
Grundlage einer
zukunftsorientierten
Kommunalpolitik im
Landkreis Osterholz.
Selbsthilfegruppen und
Selbsthilfeorganisationen
sind ein unverzichtbarer
Faktor im sozialen Gefüge
des Landkreises; sie
ergänzen und entlasten das
soziale und
gesundheitsfürsorgerische
Leistungsangebot im
sozialen Sicherungssystem.
Um die Zahl
der Sozialhilfeempfänger
im Landkreis Osterholz zu
reduzieren, hat die CDU
die Gründung der ProArbeit
bereits 1998
vorangetrieben und
letztendlich mit
umgesetzt. Zum
Aufgabenspektrum der zum
01. Januar 1998
gegründeten gemeinnützigen
Gesellschaft gehört die
Auswegberatung,
Akquisition von
Arbeitsmöglichkeiten und
Arbeitsvermittlung von
Sozialhilfeempfängern. Vom
Gründungsjahr bis heute
sind ca.
2000
Sozialhilfeempfänger in
den ersten Arbeitsmarkt
vermittelt worden.
Beschäftigungs-Förderung
und
Beschäftigungs-Sicherung
in kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) ist eine
weitere
Schwerpunktaufgabe, die
ProArbeit auch zukünftig
leisten soll. Dazu gehören
auch
unternehmensspezifische
Beratungsprogramme und
Qualifizierungsmaßnahmen
für Mitarbeiter. Dieser
Baustein im
Pro-Arbeit-Konzept, als
OHZ-Power-Initiative, hat
und findet bei den
hiesigen Unternehmen
großen Zuspruch.
Insgesamt
gesehen ist es gelungen,
im Landkreis Osterholz ein
wirtschafts- und
arbeitsmarktpolitisches
Instrumentarium mit
Modellcharakter zu
etablieren, um die Zahl
von Sozialhilfeempfängern,
Langzeitarbeitslosen im
Landkreis weiter zu
reduzieren. Die CDU im
Landkreis Osterholz
unterstützt auch zukünftig
die weitere intensive
Zusammenarbeit zwischen
„ProArbeit“, Sozial-,
Arbeits- und
Kommunalverwaltung und
allen im Landkreis
vorhandenen
Bildungseinrichtungen
sowie den Arbeitgebern und
anderen Fachverbänden.
Der
Missbrauch der Sozialhilfe
muss zum Wohle wirklich
bedürftiger Menschen
gestoppt, die Überprüfung
durch einen
„Außenermittlungsdienst“
fortentwickelt werden.
Kinder- und Jugendhilfe
Die
Handlungsfähigkeit des
Landkreises muss gestärkt
werden, um die
Gestaltungsspielräume für
Prävention und ambulante
Maßnahmen zu erweitern.
Jugendhilfe und Schule
sind noch besser zu
verzahnen.
Wir setzen
uns ein, für eine frühe
Förderung von gefährdeten
Kindern. Hierbei
unterstützen wir die
Einbindung der Eltern der
betroffenen Kinder
mit
Elternbildungsangeboten.
Vorbeugende
Maßnahmen sind auch die
„Perspektiven“, um
Schulverweigerer
zurückzuholen und die
Jugendwerkstatt. Diese
Maßnahmen müssen
weitergeführt werden.
Im
Gesetzgebungsverfahren
fordern wir Anpassungen
und Änderungen
vorzunehmen, um
Fehlsteuerungen zu
vermeiden und die Kosten
gerecht zu verteilen
-
Nachrang
des Kinder- und
Jugendhilferechts bei
der Jugendberufshilfe,
bei den Aufwendungen in
der Jugendhilfe für
Jugendwerkstätten. Die
Kostenheranziehungsregelungen
sind bei den Hilfen zur
Erziehung und bei der
Eingliederungshilfe zu
erweitern.
-
Einschränkung des
Wunsch- und Wahlrechts
bei Mehrkosten
-
Überführung
der Heranwachsenden in
das Förderungsrecht für
Erwachsene
Ehrenamtliche Kräfte sind
wieder stärker
einzubinden; so bei den
Erziehungsbeistandschaften
; allerdings mit der
professionellen Ergänzung
durch die
„sozialpädagogische
Familienhilfe“.
Wert legen
wir auf die weitere
Förderung der
Jugendgruppenleiterausbildung,
weil diese Jugendlichen
dann wertvolle Hilfen
leisten können.

VII.
Familienpolitik
Die Familie
kann als Keimzelle der
Gesellschaft nach Aufgabe,
Wirkung und Leistung durch
nichts ersetzt werden. Für
die Lebenskonzeption von
Frauen und Männern und für
deren Erziehungsauftrag
gegenüber den Kindern hat
die Familie eine zentrale
Bedeutung. Die CDU bekennt
sich daher ausdrücklich
zum Auftrag des
Grundgesetzes, die Familie
besonders zu schützen und
zu fördern, denn wer den
besonderen Schutz von Ehe
und Familie als Auftrag
des Grundgesetzes (Art. 6)
nicht gewährleistet,
handelt politisch
unverantwortlich.
Familienpolitik ist seit
der Gründung der CDU ein
Kernstück ihrer Politik.
Staat und Gesellschaft
müssen dafür Sorge
tragen, dass die Familien
hilfreiche
Rahmenbedingungen und
einen angemessenen
finanziellen Ausgleich
erhalten, damit sie ihre
Aufgabe erfüllen können.
Die CDU gibt
familienunterstützenden
und -fördernden Maßnahmen
Vorrang vor solchen mit
trennendem Charakter und
sie wird alle
Anstrengungen unternehmen,
um die Erziehungskraft der
Familien zu stärken.
Der CDU
geht es dabei nicht darum,
den Menschen eine
bestimmte Lebensform
vorschreiben zu wollen
oder Negativentwicklungen
zu verheimlichen. Fest
steht jedoch, dass in
Familien Kindern ein hohes
Maß an Geborgenheit
entgegengebracht wird.
Aber auch Erwachsene sind
auf Zuwendungen
angewiesen, die nur in der
Familie möglich sind. Für
die CDU bedeutet Familie
daher ein Ort, in dem ein
generationsübergreifendes
Zusammenleben praktiziert
wird. Das schließt auch
Ehepaare ohne Kinder sowie
Alleinstehende mit einem
oder mehreren Kindern ein,
wobei die CDU alles in der
Macht der Politik
Stehende tun will, um
Kindern das Recht auf eine
erlebbare Mutter und einen
erlebbaren Vater möglich
zu machen.
Wenn auch
der Wert der Familie
materiell nicht zu messen
ist, will die CDU doch die
Belastungen und
Benachteiligungen von
Familien soweit wie
möglich abbauen. Es darf
darum nicht sein, dass den
sogenannten Randgruppen
mehr Unterstützung zukommt
als der Institution
Familie, die die Keimzelle
unserer Gesellschaft ist.
Die CDU im
Landkreis Osterholz sieht
daher Familienpolitik als
eine Querschnittsaufgabe
an, die zu gleichen Teilen
Kinder und Jungendliche,
Frauen und Männer
jeglichen Alters,
Behinderte und
Nichtbehinderte betrifft.
Der CDU im
Landkreis Osterholz ist es
eine grundsätzliche
Aufgabe, der hohen
Wertschätzung der Familie
als auch dem
Strukturwandel Rechnung zu
tragen, denn der
unmittelbare Lebensraum
der Familie liegt in den
kleinen politischen
Einheiten, also in
Gemeinde und Landkreis.
Die CDU orientiert sich an
den gewandelten
Bedürfnissen der Familien,
das beinhaltet die
Erhöhung des sozialen
Stellenwertes der Familie
und die Förderung der
Vereinbarkeit von Familie
und Beruf, sowohl für
Frauen als auch für
Männer. Dabei soll die
Wählbarkeit zwischen
Familie und Beruf oberstes
Gebot sein.
Gute
familiäre
Wohnverhältnisse,
Minderung der finanziellen
Lasten der Familie und der
Schutz der Kinder -ob
geboren oder ungeboren-
vor Misshandlung und
Missbrauch sind für die
CDU wichtiges Ziel einer
kommunalen
Familienpolitik.
-
für die Weiterentwicklung
des Leistungsangebotes für
Familien; hierzu gehören
insbesondere ausreichende
Tagespflegestellen
(Tagesmütter),
Spielkreise, offene
Angebote
für (Klein-)
Kinderbetreuung
(Krabbelstuben) und
flexible Ganztagsangebote,
- für
die Erhaltung und den
Ausbau (wo nötig) des
Netzes von
Beratungsstellen für alle
sozialen Bereiche,
- für
bezahlbare Wohnungen für
junge Familien,
- für
betreute Altenwohnungen,
- für
einen familiengerechten
Wohnungsbau im Sinne einer
guten Familienpolitik,
- für
die Unterstützung von
Familien mit
Pflegebedürftigen oder
Behinderten,
- für
eine neue Wertediskussion,
damit Jugendliche und
junge Erwachsene mit
Vertrauen in die Zukunft
schauen können, ohne Angst
und Ohnmacht gegenüber
Umwelt und
gesellschaftlichen
Gewalten haben zu müssen,
- für
die Schaffung eines
sozialen Klimas, damit
sich Jugendliche in der
Gesellschaft
zurechtfinden und
einbringen können (u. a.
die Einrichtung von
Jugendparlamenten).
Kindergärten und Krippen,
Kindertagespflege
Die
Jugendhilfevereinbarung
mit dem Kommunen begrüßen
wir als einen tragfähigen
Kompromiss zwischen den
Erwartungen der Kommunen
nach finanzieller
Entlastung und der realen
Finanzlage des
Landkreises.
·
Die CDU
setzt sich für eine
gezielte Anwendung der
Sprachförderung mit der
Unterstützung der
CDU-Landesregierung in den
Kindergärten ein.
·
Für die CDU
nimmt die qualifizierte
und sozial abgesicherte
Tagespflege bei uns im
Landkreis einen
bedeutsamen Platz ein. Die
Tagespflege muss auch zur
Ergänzung der
institutionellen
Einrichtungen ausgebaut
und gefördert werden.
·
Dank
unseres Einsatzes ist es
gelungen, die EU
geförderten
Qualifikationslehrgänge
für Tagesmütter mit Hilfe
des Landkreises zu
unterstützen.
·
Tagesmütter
können auch beim Abbau von
Hemmnissen in der
Arbeitsvermittlung gezielt
eingesetzt werden.

VIII.
Jugendpolitik
Kinder- und Jugendhilfe
Die
Handlungsfähigkeit des
Landkreises muss gestärkt
werden, um die
Gestaltungsspielräume für
Prävention und ambulante
Maßnahmen zu erweitern.
Jugendhilfe
und Schule sind noch
besser zu verzahnen.
Wir setzen
uns ein, für eine frühe
Förderung von gefährdeten
Kindern. Hierbei
unterstützen wir die
Einbindung der Eltern der
betroffenen Kinder
mit
Elternbildungsangeboten.
Vorbeugende
Maßnahmen sind auch die
„Perspektiven“, um
Schulverweigerer
zurückzuholen und die
Jugendwerkstatt. Diese
Maßnahmen müssen
weitergeführt werden.
Im
Gesetzgebungsverfahren
fordern wir Anpassungen
und Änderungen
vorzunehmen, um
Fehlsteuerungen zu
vermeiden und die Kosten
gerecht zu verteilen:
·
Nachrang
des Kinder- und
Jugendhilferechts bei der
Jugendberufshilfe, bei den
Aufwendungen in der
Jugendhilfe für
Jugendwerkstätten. Die
Kostenheranziehungsregelungen
sind bei den Hilfen zur
Erziehung und bei der
Eingliederungshilfe zu
erweitern.
·
Einschränkung des Wunsch-
und Wahlrechts bei
Mehrkosten
·
Überführung
der Heranwachsenden in das
Förderungsrecht für
Erwachsene
Ehrenamtliche Kräfte sind
wieder stärker
einzubinden; so bei den
Erziehungsbeistandschaften
; allerdings mit der
professionellen Ergänzung
durch die
„sozialpädagogische
Familienhilfe“.
Wert legen
wir auf die weitere
Förderung der
Jugendgruppenleiterausbildung,
weil diese Jugendlichen
dann wertvolle Hilfen
leisten können.
Kindergärten und Krippen,
Kindertagespflege
Die
Jugendhilfevereinbarung
mit dem Kommunen begrüßen
wir als einen tragfähigen
Kompromiss zwischen den
Erwartungen der Kommunen
nach finanzieller
Entlastung und der realen
Finanzlage des
Landkreises.
·
Die CDU
setzt sich für eine
gezielte Anwendung der
Sprachförderung mit der
Unterstützung der
CDU-Landesregierung in den
Kindergärten ein.
·
Für die CDU
nimmt die qualifizierte
und sozial abgesicherte
Tagespflege bei uns im
Landkreis einen
bedeutsamen Platz ein. Die
Tagespflege muss auch zur
Ergänzung der
institutionellen
Einrichtungen ausgebaut
und gefördert werden.
·
Dank
unseres Einsatzes ist es
gelungen, die EU
geförderten
Qualifikationslehrgänge
für Tagesmütter mit Hilfe
des Landkreises zu
unterstützen.
·
Tagesmütter
können auch beim Abbau von
Hemmnissen in der
Arbeitsvermittlung gezielt
eingesetzt werden.
Jugendpolitik muss ihrem
Angebot den sich
wandelnden Bedürfnissen
der Jugendlichen Rechnung
tragen. In Zusammenarbeit
mit der Stadt
Osterholz-Scharmbeck und
den Gemeinden des
Landkreises Osterholz, den
Vereinen und freien
Trägern ist das bestehende
vielfältige Angebot weiter
zu entwickeln.
Den überaus
wichtigsten Beitrag zur
Jugendarbeit leisten die
Vereine vor Ort. Ob im
sportlichen, kulturellen
oder sozialen Bereich ist
ihre Jugendarbeit von
höchstem
gesellschaftlichen Wert.
Die CDU im Landkreis
Osterholz wird sich
nachhaltig für eine
weitere Förderung dieser
jugendpolitischen Arbeit
einsetzen.
Zur
Jugendpolitik gehört aber
auch, Jugendlichen in
Problemlagen helfend zur
Seite zu stehen.
Insbesondere die
Jugendsozialarbeit des
Landkreises, aber auch die
Jugend- und
Familienberatungsstellen
freier Träger wie z. B.
die
SOS-Kinderberatungsstellen
in Lilienthal sind in
ihrer erfolgreichen Arbeit
weiter zu unterstützen.
Beteiligung
von Jugendlichen
Die
Beteiligung von Kindern
und Jugendlichen an
politischen Entscheidungen
ist wünschenswert. Die
Beteiligung von Kindern
und Jugendlichen kann
durch Jugendparlamente,
-beiräte
oder -foren, erfolgen. Die
CDU begrüßt diese Art der
Einbindung von
Jugendlichen ausdrücklich.
Der
Landkreis und die Kommunen
sollten auf Grund der
spezifischen
Gegebenheiten, unter
Einbindung der Kinder und
Jugendlichen, die am
besten geeignetste Form
auswählen.
IX. Ältere
Generation
Die
Lebensleistung der älteren
Generation verdient die
Anerkennung der gesamten
Gesellschaft.
Ihr
Erfahrungspotenzial sollte
genutzt werden, so zum
Beispiel im ehrenamtlichen
Bereich.
Die
Einrichtung von
Seniorenbeiräten ist daher
wie in der Stadt Osterholz
und in der Gemeinde
Lilienthal in allen
Gemeinden des Landkreises
Osterholz wünschenswert.
Kommunalpolitik muss die
Lebenserfahrung der
älteren Generation als
Chance begreifen. Viele
Senioren bleiben bis ins
hohe Alter körperlich und
geistig in der Lage, ihr
Leben eigenverantwortlich
zu gestalten und einen
wertvollen Beitrag für die
Gesellschaft zu leisten,
insbesondere durch ihre
Kandidatur für ein
kommunales Parlament.
Krankheit
und Pflegedürftigkeit
Im Falle
von Krankheit oder
Pflegebedürftigkeit hat
für die CDU der Verbleib
in der gewohnten und
vertrauten Umgebung
Vorrang vor stationärer
Unterbringung. Die
Einrichtung von
Zeitpflegeplätzen in
unseren Krankenhäusern
soll die häusliche Pflege
im Bedarfsfall
unterstützen und durch
zeitweilige Entlastung der
Angehörigen überhaupt erst
ermöglichen. Die CDU im
Landkreis Osterholz
unterstützt Projekte des
„Betreuten Wohnens“, die
das Ziel haben, die
Eigenständigkeit bis ins
hohe Alter zu erhalten.
Die Einrichtung von
Hospizpflegeplätzen ist zu
prüfen.
Geriatrie
(Altersheilkunde)
Die CDU
wird sich für eine
optimale geriatrische
Versorgung im Landkreis
einsetzen, bestehend aus
Angeboten der ambulanten
Pflege und der stationären
Behandlung. Private
Dienstleister sind
zwingend in ein solches
Konzept einzubinden.
Zu prüfen
ist die Einrichtung einer
geriatrischen Abteilung im
Kreiskrankenhaus. Dieses
würde eine wohnortnahe,
stationäre optimale
Behandlung sicherstellen
und sorgt für eine
frühestmögliche
Rehabilitation in dem
häuslichen Umfeld.

X.
Frauenpolitik
Die CDU im
Landkreis Osterholz tritt
für eine Frauenpolitik
ein, die dem heutigen
Selbstverständnis der
Frauen gerecht wird.
Gleichberechtigung ist die
selbstverständliche
Grundlage des
Zusammenlebens der
Geschlechter in der
Partnerschaft, in der
Familie, im Beruf und in
der Gesellschaft. Den
unterschiedlichen
Lebensplanungen von Frauen
und ihren besonderen
Anliegen trägt die
gesellschaftliche Realität
vielfach immer noch nicht
ausreichend Rechnung.
Arbeit in
der Familie und Arbeit im
Beruf müssen den gleichen
Stellenwert erhalten. Wir
brauchen die berufstätige
Frau genauso, wie wir die
Leistungen jener Frauen
benötigen, die sich ganz
dem Haushalt, der
Kindererziehung und der
Pflege von Angehörigen
widmen.
Für die CDU
im Landkreis Osterholz
bedeutet das konkret:
Frauenförderung muss ein
Ziel aller im Landkreis
Osterholz sein.
Flexible
Arbeitszeiten,
Teilzeitarbeitsplätze und
Arbeitsplatzteilung sowie
neue Formen des
„Arbeitsplatz Zuhause“
tragen dazu bei, die
Arbeitswelt frauen- und
familienfreundlicher zu
gestalten. Der Landkreis,
die Stadt und die
Gemeinden sollten als
Arbeitgeber mit gutem
Beispiel vorangehen,
Frauen die Rückkehr in die
Berufswelt zu erleichtern
und familiäre Aufgaben und
berufliches Engagement
angemessener miteinander
in Einklang zu bringen.
Die CDU
begrüßt verlässliche
Öffnungszeiten von
Grundschulen und
Kindergärten. Dies bietet
Müttern und Vätern eine
wichtige
Planungsgrundlage.
Insbesondere
Alleinerziehenden wird
dadurch oft erst der
Schritt aus der
Sozialhilfe ermöglicht.
(s. auch
„Betreuungsangebote an
Grundschulen“).

XI.
Sport/Vereinswesen/Ehrenamt
Kommunale
Sportförderung ist
Ausdruck der Anerkennung
und Wertschätzung des
Ehrenamtes und der
Leistungen der Sportler
und Sportlerinnen. Die CDU
im Landkreis Osterholz
setzt sich für eine
angemessene Sportförderung
ein, so dass die
Sportvereine mit dieser
kommunalen Unterstützung
ihre Arbeit erfolgreich
fortführen können. Im
Mittelpunkt der
kommunalpolitischen
Bemühungen der CDU um den
Sport steht deshalb die
Stärkung der Vereine,
ihrer Leistungsfähigkeit,
ihrer ehrenamtlichen
Führung und der Gestaltung
positiver bis optimaler
Rahmenbedingungen. Die
Förderung für Übungsleiter
und die bisherigen
Zuschussregelungen für die
Vereine sind seitens der
CDU im Landkreis Osterholz
aufrecht zu erhalten und
sachgerecht
fortzuentwickeln. Die
finanzielle Förderung
durch den Kreis muss dabei
so unbürokratisch wie
möglich den Vereinen
direkt zukommen. Die
Fachkenntnisse der
Sportverbände sind als
Entscheidungsgrundlage für
die Förderpraxis noch
stärker einzubeziehen.
Ehrenamt
Ehrenamtliches Engagement
ist für das demokratische
Gesellschaftssystem
unverzichtbar; ob in
Sport- oder
Kulturvereinen, der
Feuerwehr, in den Kirchen
oder im sozialen Bereich
ist es wichtiger und
unverzichtbarer Teil des
gesellschaftlichen Lebens.
Es ist Ausdruck des
Subsidiaritätsgedankens,
der individuelles
Engagement in den
Vordergrund stellt.
Die CDU im
Landkreis Osterholz wird
sich dafür einsetzen, dass
ehrenamtliches Engagement
noch stärker gefördert und
seitens des Kreises
weiterhin ideell und
finanziell unterstützt
wird. Hierbei sollte die
Hilfe zur Selbsthilfe
vorrangig sein.
Das
Ehrenamt verdient eine
hohe gesellschaftliche
Anerkennung, für die
Übernahme von Ehrenämtern
ist aktiv zu werben.
Feuerwehr
Die
örtlichen Feuerwehren sind
in ihrem Bestand zu
sichern, ihre
Leistungsfähigkeit,
Ausstattung und Effizienz
ist zielgerichtet zu
fördern.
Das
ehrenamtliche Engagement
in den örtlichen
Feuerwehren ist als Dienst
an der Allgemeinheit von
herausragendem Wert.

XII.
Kunst und Kultur
Für den
Landkreis Osterholz stellt
die Kulturpolitik und
damit verbunden die
Künstlerkolonie Worpswede
ein beachtliches
Imagepotential dar. Als
Künstlerkolonie im
Teufelsmoor ist ihr
Bekanntheitsgrad weit über
Norddeutschland hinaus ein
Markenzeichen für Kunst,
Landschaft und Erholung
geworden.
Es muss
daher im Interesse des
Landkreises Osterholz
liegen, die
Rahmenbedingungen für die
Erfüllung kultureller
Aufgaben zu gewährleisten
und weiter zu entwickeln.
Kultur
braucht und verdient auch
zukünftig kommunale
Förderung und Vertrauen.
Sie ist eine ökonomische
wie aber auch soziale
Investition. Es gehört zu
den Kernbereichen unseres
Kulturbegriffes,
künstlerische Werke zu
schaffen, zu verbreiten
und zu erhalten.
Kulturpolitik ist ein
wesentlicher Beitrag zur
Gestaltung einer
liebenswerten und
attraktiven Region.
Der Bürger
im Landkreis Osterholz -
und das sind wir alle –
weiß aber auch, dass
Kultur eine hochwertige
Dienstleistung ist, die
nicht zum Nulltarif zu
haben ist. Nur wenn ein
ausgewogenes Verhältnis
zwischen öffentlicher
Leistung und privatem
Beitrag besteht, kann die
gesamte Breite des
Angebotes auf Dauer
gesichert werden.
Aber auch
neue Wege, die öffentliche
und private
Kulturförderung
zusammenzuführen, sind in
den letzten konsequent
Jahren beschritten worden:
Mit der
Gründung der
„Kulturstiftung Landkreis
Osterholz“ ist am 21.
Dezember 1999 eine
jahrelange Forderung der
CDU im Landkreis Osterholz
umgesetzt worden.
Diese
gemeinnützige Stiftung hat
das Ziel, Kunst und Kultur
im Landkreis Osterholz
sowie die Belange der
Heimatpflege zu fördern
und interessierte Private
zu beteiligen.
Mit der
Einrichtung dieser
Stiftung wurden die
Weichen für eine
marktwirtschaftliche,
effektive
Kulturarbeit gestellt.
Insgesamt
haben für die CDU im
Landkreis Osterholz
Kulturarbeit und die
Kulturwirtschaft einen
sehr hohen Stellenwert.
Mit dem Begriff
Kulturwirtschaft ist
gemeint:
Erwerbswirtschaftliche
Betriebe und
Selbstständige im Kunst,
Kultur- und Medienbereich,
also Branchen wie der
Buchmarkt, der
Kunsthandel, die
Musikwirtschaft und die
Filmindustrie.
Insgesamt
kann bundesweit
festgestellt werden, dass
im Bereich der
Kulturwirtschaft in der
Bundesrepublik Deutschland
weitaus höhere
Wachstumsraten erzielt
wurden als in den anderen
Wirtschaftszweigen.
In Kurzform
die CDU-Leitziele unserer
Kulturpolitik:
-
·
Kulturpolitik/-wirtschaft
ist ein eigenständiger
Wirtschaftsbereich.
-
·
Kulturpolitik/-wirtschaft
ist zukunftsorientiert.
-
·
Kulturpolitik/-wirtschaft
sichert und schafft
nachhaltig regionale
Beschäftigung.
-
·
Kulturpolitik/-wirtschaft
stärkt eigene regionale
Potentiale.
-
·
Kulturpolitik/-wirtschaft
bewahrt das historische
Erbe unserer Region.
-
·
Kulturpolitik/-wirtschaft
leistet und braucht
Kulturförderung.
·
Kulturpolitik/-wirtschaft
braucht
Wirtschaftsförderung.

XIII.
Umwelt und Landwirtschaft
Das
Osterholzer Land ist reich
an vielfältigen
Landschaftsformen und
Ökosystemen. Dieser
Reichtum ist Grundlage
unseres Lebens, die wir zu
erhalten haben.
Industrielle Produktion,
Land- und Forstwirtschaft,
der Fremdenverkehr und
auch der erholungssuchende
Bürger nutzen diese
Vielfalt. Eine Nutzung
findet jedoch dort ihre
Grenzen, wo diese
Lebensgrundlagen in Gefahr
geraten. So ist
umweltpolitisches Handeln
ein wesentlicher Beitrag
zur Bewahrung der
Schöpfung und zum Schutze
unserer Heimat; sie ist
wesentliches Element
"konservativer" Politik im
ursprünglichen Sinne des
Wortes.
Die Umwelt
in einem Zustand zu
erhalten und so zu
entwickeln, dass auch
zukünftigen Generationen
ein gesundes Leben
ermöglicht wird, ist damit
eine unserer wesentlichen
Aufgaben.
Die CDU im
Landkreis Osterholz
fordert daher:
1.
Die CDU anerkennt die
außerbehördlichen und
behördlichen Bemühungen um
den Natur- und
Landschaftsschutz im
Landkreis Osterholz. Sie
legt großen Wert darauf,
dass mögliche zukünftige
Unterschutzstellungsvorhaben
zuvor mit den Betroffenen
und mit den jeweiligen
Kommunen besprochen
werden. Wirtschaftliche
Nachteile sind
auszugleichen. Die
langfristige Pflege der
geschützten Flächen muss
beizeiten sichergestellt
sein.
Umwelt- und Naturschutz
gibt es nicht zum
Nulltarif.
2.
Da der Boden nicht
vermehrbar ist, ist
zukünftig mehr Gewicht auf
eine flächensparende
kommunale Bodenpolitik zu
legen. Bei jeder
Planungsentscheidung
müssen die ökologischen
Auswirkungen
berücksichtigt werden. Die
CDU fordert alle
Planungsträger auf, darauf
zu achten, dass
Ausgleichsmaßnahmen von
den Verursachern der
Eingriffe finanziert
werden. Wir setzen uns ein
für die Schaffung von sog.
„Poolflächen“, um hiermit
zusammenhängende Flächen
für den Ausgleich und den
Ersatz für Baumassnahmen
zu schaffen. Diese
größeren Flächen haben für
unsere Landschaft und
unsere Natur einen höheren
ökologischen Wert als
isolierte Insellösungen.
3.
Eine besondere Priorität
gilt dem Schutz des Waldes
und der ökologischen
Verbesserung der Böden.
Der Landkreis Osterholz
muss in Zusammenarbeit mit
den Forstverbänden seine
Anstrengungen in diesem
Bereich erhöhen.
Über die
Sicherung bestehender
Gehölze hinaus sind im
Kreisgebiet die Wald- und
Heckenflächen zu
vermehren. Die Kommunen
sind aufgerufen, gerade
auf öffentlichen
Grundstücken
Beispielhaftes zu leisten.
4.
Von besonderer Bedeutung
für die Umwelt von morgen
sind die noch vorhandenen
Feuchtgebiete und Moore.
5.
Mensch, Tier und Pflanze
sind auf das Vorhandensein
sauberen Wassers
angewiesen. Die CDU
fordert deshalb, dass die
Oberflächengewässer und
das Grundwasser im
Kreisgebiet wegen ihrer
lebenswichtigen Bedeutung
vor Verunreinigungen
geschützt werden!
Die Selbstreinigungskraft
der Fließgewässer ist zu
stärken; ihre
Renaturierung ist durch
die Unterhaltungsverbände
auch zukünftig zu fördern.
Die CDU wird sich dafür
einsetzen, dass den
Unterhaltungsverbänden
auch zukünftig für diese
Maßnahmen Mittel zur
Verfügung gestellt werden.
Auf
landwirtschaftlich
genutzten Flächen sollte
nur entsprechend des
Nährstoffbedarfs der
Pflanzen mit Dünger und
Gülle Pflanzen gedüngt
werden.
Wirksamer
Umweltschutz kann jedoch
nur von der Gesamtheit
aller Bürger erfolgreich
betrieben werden, er ist
Aufgabe eines jeden
einzelnen.
Landwirtschaftliche
Betriebe
Der
bäuerliche Familienbetrieb
ist für die CDU im
Landkreis Osterholz
Kernbestandteil der
landwirtschaftlichen
Struktur. Die CDU setzt
sich nachhaltig für die
Zukunftssicherung dieser
bäuerlichen Betriebe ein;
die Verbesserung ihrer
Wettbewerbschancen muss
fester Bestandteil
kommunaler
Wirtschaftförderung sein.
Die CDU im Landkreis
Osterholz wird dafür auch
in Zukunft ein fester
Garant sein.
Die
landwirtschaftlichen
Betriebe im Landkreis
Osterholz sind Produzenten
hochwertiger und gesunder
Nahrungsmittel. Von daher
besteht für eine
Verunsicherung der
Verbraucher in Bezug auf
heimische Produkte kein
Anlass. Die Festigung des
Verbrauchervertrauens in
Lebensmittel ist zu einer
zentralen Herausforderung
auch auf der
kommunalpolitischen Ebene
geworden. Diese
Aktivitäten sind
insbesondere an den
Schnittstellen
-Landwirtschaft
–Verarbeitung -Vermarktung
-Verbrauch notwendig.
Die CDU im Landkreis
Osterholz fordert daher
ein Konzept der
„Regionalen Vermarktung“:
„Qualität aus dem
Landkreis Osterholz“.
Wir sind der Überzeugung,
dass durch eine solche
Maßnahme auch dem stark
ansteigenden Bedürfnis der
Bevölkerung in unserem
Landkreis nach sicheren
und gesunden Lebensmitteln
begegnet werden kann.
XIV.
Wettbewerb der Ideen
Durch ein
völlig unübersichtliches,
teilweise
widersprüchliches
gesetzliches Regelungsnetz
ist die
verfassungsrechtlich
garantierte "Kommunale
Selbstverwaltung"
ernsthaft in Gefahr, Sinn
und Funktion zu verlieren.
Das
kommunale Planungsrecht
besteht in vielen Fällen
nur noch theoretisch, die
für die gesetzliche
Aufgabenerfüllung
notwendigen
Finanzzuweisungen reichen
überhaupt nicht mehr aus.
Auf der kommunalen Ebene
machen sich große
Frustrationen breit.
Notwendig ist eine
umfassende Deregulierung
des Aufgabenbestandes.
Wenn man die Kommunen
schon nicht mit den
notwendigen Geldmitteln
ausstattet, so soll man
sie wenigstens von nicht
erfüllbaren bürokratischen
Vorschriften befreien. Die
heute von den
Bezirksregierungen und
Landesbehörden
wahrgenommenen Aufgaben
sind in einem erheblichen
Umfang überflüssig, manche
können kommunalisiert,
andere von privaten
Diensten wirtschaftlicher
erfüllt oder von den
obersten Landesbehörden
übernommen werden. Die
Bezirksregierungen und
viele Landesbehörden sind
überflüssig.
Wenn hier
kein Durchbruch gelingt,
sind die Kommunen in sehr
kurzer Zeit
handlungsunfähig, es wird
zu erheblichen politischen
Verwerfungen in der
Gesellschaft und im Staat
kommen. Der Landkreis
Osterholz muss mit allen
politischen und
juristischen Mitteln für
die notwendigen
Deregulierungen kämpfen.
Wir benötigen keine durch
die Bezirksregierung
praktisch
gleichgeschaltete Wasser-,
Abfall-, Naturschutz-,
Bau- und
Planungsverwaltung. Wir
benötigen den Wettstreit
der besseren Ideen, den
Wettbewerb der Städte und
Gemeinden bei der Lösung
der regional sehr
unterschiedlichen Probleme
und Aufgaben.

XV.
Abfallentsorgung
Die
Abfallbeseitigung ist ein
wesentlicher Teil der
Umweltpolitik, die vom
Landkreis Osterholz auch
in der Vergangenheit schon
aktiv und erfolgreich
gestaltet worden ist. Die
Verminderung von Abfällen
– insbesondere der
Schadstoffe – muss weiter
Vorrang vor einer
Verwertung und diese
wiederum Vorrang vor einer
gefahrlosen Beseitigung
haben. Die Abfallberatung
der Abfall-Service
Osterholz GmbH wirkt auf
diese Zielsetzung hin und
informiert sowohl die
Privaten Haushalte als
auch das Gewerbe auf
vielfältige Art und Weise.
So wurden unter anderem
für Sperrmüll und
Baustellenabfälle
detaillierte Broschüren
erstellt, eine Homepage
mit allen nötigen
Informationen und
Servicenummern mit
kompetenten
Ansprechpartnern
eingerichtet.
Die dennoch
unvermeidlich anfallenden
Reststoffe werden
entsprechend den
gesetzlichen und
vertraglichen Vorgaben
nach dem Stand der Technik
bis zum Ende des Jahres
2004 in Bremerhaven
thermisch behandelt. Um
auch in Zukunft den
gesetzlichen, ökologischen
und ökonomischen
Ansprüchen gerecht zu
werden, hat die
Abfall-Service Osterholz
GmbH im Auftrag des
Landkreises Osterholz
schon frühzeitig
alternative Wege der
Restabfallbehandlung,
insbesondere die der
mechanisch biologische
Stabilisierung, analysiert
und im aktuellen
Abfallwirtschaftskonzept
dargestellt. Im Rahmen
dieser Untersuchungen
reifte die Idee der
nunmehr im Kreistag
beschlossenen
Zusammenarbeit mit dem
Landkreis Wesermarsch, die
vielseitige Synergien
erwarten lässt. Das
Prinzip dieser mechanisch
biologischen
Stabilisierung beruht auf
Trennung und Verwertung
von Abfällen, wobei das
heizwertreiche Material
als Ersatzbrennstoff
energetisch verwertet wird
und die verbleibenden
Reststoffe auf der den
gesetzlichen Bestimmungen
entsprechenden Deponie im
Landkreis Wesermarsch
entsorgt werden.
Alle
weiteren
privatwirtschaftlichen
Tätigkeiten und
Initiativen auf diesem
Gebiet werden nachhaltig
begrüßt.